KLANG BILD WORT
ist eine interdisziplinäre veranstaltungsreihe im atelierhaus HYS.
musik, kunst und wissenschaft begegnen sich, um miteinander zu entdecken, zu hinterfragen und ins gespräch zu kommen.
ist eine interdisziplinäre veranstaltungsreihe im atelierhaus HYS.
musik, kunst und wissenschaft begegnen sich, um miteinander zu entdecken, zu hinterfragen und ins gespräch zu kommen.
05.09.2026: EIGENTUM
ein tag, ein thema, ein salon.
beginn um 15.00h>> landnahme <<
eine künstlerische intervention
>> landmarken <<
eine kabinettausstellung
>> dimensionen des eigentums <<
eine philosophische perspektive
>> meins-deins <<
eine partizipative pop-up ausstellung
die plätze sind begrenzt - teilnahme nur mit anmeldung!
teilnahmebeitrag: 20,00€
>> ab 19.00h: musik, chill und grill <<
ein sommerabend mit live musik
ort: atelierhaus HYS, hangweg 50, D-49479 ibbenbüren
was gehört uns – und was bedeutet das eigentlich? ein interdisziplinärer tag zu einer grundlegenden frage unseres zusammenlebens
zwischen dingen, orten und erinnerungen entstehen beziehungen, die über bloßen besitz hinausgehen. eigentum zeigt sich dabei weniger als feste grösse, sondern als ein geflecht aus zuschreibungen, gewohnheiten und stillen übereinkünften. was wir unser nennen, ist nicht nur eine rechtliche kategorie, sondern auch ausdruck von nähe, aneignung und abgrenzung.
dabei trägt jede form von eigentum auch eine umkehrung in sich: indem etwas jemandem gehört, wird es zugleich für andere entzogen. besitz schafft zugehörigkeit und markiert im selben moment ausschlüsse – sichtbar oder unsichtbar, bewusst oder selbstverständlich geworden.
gleichzeitig liegt im gedanken des eigentums auch eine irritation: dass ein stück erde „jemandem gehört“, wirkt ebenso selbstverständlich wie fragwürdig. die erde selbst entzieht sich dieser logik – und doch scheint das bedürfnis nach einem verlässlichen, eigenen ort tief verankert zu sein. ein ort, an dem man bleiben kann, ohne verdrängt zu werden, ohne kündigung, ohne verlust.
in diesem spannungsfeld kann eigentum auch zum projektionsraum gesellschaftlicher deutungen werden: fragen von zugehörigkeit, sicherheit und verlust lassen sich unterschiedlich erzählen und politisch aufladen. wo unsicherheiten wachsen und verteilung als ungerecht erlebt wird, entstehen auch narrative, die aus eigentum ein „wir und die anderen“ formen. so wird sichtbar, wie eng materielle ordnung und symbolische zuschreibungen miteinander verflochten sind.
so wird eigentum zu einer frage nach verhältnis und verantwortung zwischen menschen, dingen und räumen. es bewegt sich zwischen schutz und ausschluss, zwischen sicherheit und setzung von grenzen.
der thementag öffnet einen raum, in dem diese spannungen wahrnehmbar werden und neu befragt werden können.